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Im folgenden Beispiel sehen Sie den Aufbau einer Kunststoffbeschichtung, die über eine Estrichplatte aufgebracht wurde. Die gleichen
Arbeitsschritte und Materialien kommen bei einer Betonbeschichtung zum Einsatz.
Bei dieser Dachterrasse handelte es sich um eine Konstruktion mit "schwimmender" Estrichplatte über Holzdielen auf Holzbalken.
Zwischen den Holzdielen und der Estrichplatte wurde vorschriftsmäßig eine Bitumenabdichtung angebracht. Nach 12 Jahren war die Konstruktion
zum ersten mal undicht und der Besitzer beauftragte einen "Fachfirma", welche die Estrichplatte mit Bitumenbahnen belegte.
Diese Arbeit hielt jedoch nur drei Jahre und es wurde erneut eine Lage Bitumenbahnen aufgeschweißt. Auch diese Abdichtung war nur von kurzer
Dauer. In den darauffolgenden Jahren wurden immer wieder neue Bitumenbahnen - kreuz und quer - ,mit der Hoffnung die Fläche endlich
einmal dicht zu bekommen, aufgebracht. Der systematische "Pfusch am Bau" kostete dem Besitzer ein kleines Vermögen.
Letztendlich versuchte der Besitzer es in Eigenleistung. Es kamen zahlreiche, handelsübliche Produkte - aus Baumarkt und Fachhandel - zum
Einsatz. Aber auch diese Bemühungen blieben langfristig Erfolglos. Das Dach wurde einfach nicht dicht und immer wieder drang Regenwasser
in die darunter befindlichen Räume ein.
Sie sehen links die beiden übereinander angebrachten Montageprofile. Beide dienten als Wandanschluss für je eine Bitumenabdeckung. Zwischen
und über diesen beiden Bitumenabdichtungen befanden sich weitere Bitumenbahnen.
Man könnte sagen, dass hier der "fachmännische" Wahnsinn ein System hatte, denn die eigentliche Ursache wurde zu keiner Zeit
vernünftig behandelt.
Es wurden im Laufe der Jahre stellenweise bis zu 8 Bitumenbahnen übereinander aufgebracht. Also galt es zunächst, die ca. 4 cm dicke Bitumenschicht
vollkommen zu entfernen.
Da das Regenwasser sich seinen Weg bis unten die aller erste Bitumenbahnen gebahnt hatte und dann über die Außenrändern der Estrichplatte - zwischen Estrichplatte und Außenmauer - hinunter in die Unterkonstruktion lief...
...wurden die 90° Winkelecken mit eine dauerelastischen Eckabdichtung mittels der "HYPERSEAL
25LM" PU-Dichtmasse versehen.
Lesen Sie dazu bitte die Infounterlage: "Die richtige Eckabdichtung".
Während der Verarbeitung bestand die Gefahr, vom Regen überrascht zu werden. Darum wurde die vom Bitumen befreite Estrichfläche umgehend mit der "VULKEM 171" Polyuhrethan-Grundierung für Beton und Estrich versehen und ca. 2 Stunden später mit einer ganz dünnen Schicht "DIMESEAL 250" Flüssigkunststoff beschichtet.
Die ca. 6 - 8 cm dicke Estrichplatte wies bereits einiges feine Risse auf. Darum entschied man sich für eine vollflächig Gewebearmierung
mit dem "DIMEFLEX Gewebevlies".
Die Dachluke dient als Ein- und Ausstieg. Ihr GFK-Kunststoffrahmen war auf eine Holzkonstruktion montiert. Auch hier hatte man zahlreiche
Bitumenflicken rundherum verschweißt.
Nach dem die Dachlukenkonstruktion vom Bitumen befreit war, stellte man fest, dass die Feuchtigkeit auch hier ihre Spuren hinterlassen hatte.
Die morschen Elemente der Holzkonstruktion wurde weitgehend abgetragen und durch neue Balkenteile bzw. einer neuen Holzplatte ersetzt.
Die bis zu 4 cm breiten Spaltmaße und Öffnungen wurden mit handelsüblichem PU-Montageschaum aufgefüllt. Dieser wurde, nach dem er getrocknet war, bündig zur Oberfläche abgeschnitten.
Um später einen glatten, dauerelastischen und nahtlos dichten Übergang zur Estrichplatte zu erhalten, wurden die Ränder der Luke großzügig
mit der "HYPERSEAL 25LM" PU-Dichtmasse versehen (oben und rechts).
Die Dachlukenumrandung hatte wieder ihre alte Form und wurde mit "DIMEFLEX Gewebevlies- streifen" und dem "DIMESEAL 250" Flüssig- kunststoff dicht laminiert.
Anschließend wurde die gesamte Fläche mit "DIMEFLEX Gewebevlies" (100 cm Breite) und dem "DIMESEAL 250"
Flüssigkunststoff behandelt.
Da der Besitzer einen Kunstrasenbelag für seine Dachterrasse geplant hatte, wurde die "DIMESEAL 250" Dichtschicht
abschließend nicht weiter behandelt.
1.)
Die Laufschicht aus dem Werkstoff "VULKEM 451".
Die Oberfläche ist abriebfest und somit begehbar. Sie schützt die Beschichtung vor UV- und
Witterungs- einflüsse und lässt sich
hervorragend reinigen. Dieser Werkstoff ist für alle Terrassen & Balkone geeignet und wird in verschiedenen Farben angeboten.
2.) Fliesen mit dem Werkstoff "VULKEM 115" auf
die Dichtschicht kleben.
Die letzte "DIMESEAL 250" Dichtschicht wird - im noch frischen Zustand - mit etwas
Quarzsand bestreut. Nachdem sie trocken ist, werden die Fliesen mit dem "VULKEM 115
PU-Fliesenkleber" aufgebracht. Lesen Sie dazu auch unter Rubrik "Terrassen &
Balkone" die Seite "Fliesenflächen".
Weitere Informationen zu den einzelnen Werkstoffen finden Sie im Bereich "Unsere Produkte". Detailliert beschriebene Verarbeitungsschritte finden Sie als Download im Bereich "Informationsunterlagen". Einen direkten Link zur aktuellen Preisliste erhalten Sie in unserer Antwort-Mail (siehe "Anfrage & Bestellung").